Wie man einen Samen pflanzt … StreetBaskets4Life – von der Idee zur Umsetzung

Bereits im Oktober 2014 äußerte ich in meinem Beitrag „Ein Rucker Park für Oldenburg“ die Idee, in Oldenburg einen Court nach Vorbild des Rucker Parks in Harlem zu etablieren:

Was spricht dagegen, einen solchen Court in Oldenburg zu errichten? Idealerweise könnte solch ein Court z.B. an der Maastrichter Straße entstehen, evtl. sogar in unmittelbarer Nähe zum Trainings-Center der EWE Baskets. Ob so etwas kommen wird? Wer weiß das schon.

Diese Idee ist inzwischen in der Realität angekommen.

Mitte letzten Jahres erhielt ich eine E-Mail aus der Marketing-Abteilung der EWE Baskets mit der Anfrage nach einem Treffen oder Telefonat bzgl. eines Streetball-Projektes. Mir  wurde u.a. mitgeteilt, dass der Geschäftsführer der Baskets, Hermann Schüller, über meine Seite und mein Engagement gestolpert wäre und man sich deshalb an mich wende. Wow, damit hatte ich nicht gerechnet.

Doch stellte sich nach der anfänglichen Begeisterung vorerst Ernüchterung ein. Zu diesem Zeitpunkt ging es erst einmal darum, von Seiten der Baskets abzuklopfen, ob es Investoren gibt, die für solch ein Projekt zu begeistern sind. Ich sicherte zu, mich gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten privat zu engagieren. Man würde sich melden, sagte man mir.

Was ich eigentlich nicht zu hoffen wagte, wurde im Oktober/November 2017 auf einmal ganz schnell sehr konkret und ich wurde eingeladen, mir das Projekt „StreetBaskets4Life“ vorzustellen. Gesagt, getan, begeistert. Testimonial für das Projekt: Philipp Schwethelm, sympathisch und nebenbei sehr interessant: Auch Phil ist über den Streetball zum Profi-Basketball gekommen.

StreetBaskets4Life oder auch: Ein Rucker Park für Oldenburg

Im Kern verfolgt das Projekt „StreetBaskets4Life“ das Ziel, Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund über den Sport zu integrieren. Die Basis dafür soll ein ausgewiesener 6er Court sein. Und da die Stadt Oldenburg sich anscheinend schwer tut, Mittel für ein solches Projekt zur Verfügung zu stellen und/oder eine geeignete Freifläche zu stellen, wurde kurzerhand beschlossen, diesen Court am Trainings-Center der EWE Baskets an der Maastrichter Straße zu realisieren.

Die Finanzierung – über die ich mir zum Entstehungs-Zeitpunkt der Idee noch keine Gedanken gemacht hatte – sollte über eine Crowdfunding-Kampagne realisiert werden. € 85.000 binnen zwei Wochen waren über die Plattform fairplaid.org zu stemmen. Ein sehr ambitioniertes Ziel, welches dann auch tatsächlich erreicht wurde. Herzlichen Glückwunsch! In der Pressemitteilung dazu heißt es:

Hermann Schüller, Initiator und Ideengeber des Integrations-Engagements StreetBaskets4Life“, nutzte die Gelegenheit, um sich bei allen Spendern für die Unterstützung zu bedanken: „Das ist ein tolles Signal und es zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ich bedanke mich im Namen aller Beteiligten für die großartige Unterstützung!“. Quelle: http://ewe-baskets.de/news/crowdfunding-gesamtsumme-danksagung.html

Als ich das gelesen habe, kam ich im ersten Moment ein wenig ins Grübeln. „Ideengeber bin ja wohl ich“, dachte ich mir. Doch ohne die Initiative von Herrn Schüller wäre es wohl nie so weit gekommen. Somit bin ich sehr dankbar und insgeheim auch ein wenig stolz, dass sich mein Engagement und meine Idee in diesem Projekt auszahlt und wiederfindet.

Übrigens:
Im Gegensatz zur Stadt Oldenburg nehmen die Gemeinden Bad Zwischenahn, Westerstede und Rastede dieses Konzept gerne an und realisieren im Rahmen des Projektes parallel aus eigenen Mitteln Streetball-Courts. Davon darf sich die Stadt Oldenburg gerne ein oder zwei Scheiben abschneiden.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht und werde zu gegebener Zeit berichten.

Mehr zu dem Projekt findet ihr hier >